Vergessen sind die Märchen des Lenzes,
Traurigkeit schwebt über verblühten Sommern.
Die Wärme des Lichts glaube ich noch zu fühlen,
dort am Ufer des blauen Sees.
Nun reiche mir der Eiswein, sanfter Herbst,
laß´ mich die Süße der Reife kosten!
Schon verbirgt sich die Sonne
um dem Winter Platz zu machen.
Kategorie: Gedichte
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Haltestation
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Erster Frühlingstag
Heller Sonnenschein bricht
in winterliche Trübnis.
Wohin mit der Lichtfülle
bei all´ dem Nebel der Seele?
Noch hängt er in Fetzen
von den Bäumen der Hoffnung.
Zaghaft erblüht Freude,
schon erreicht mich ihr Duft. -
Traum und Wirklichkeit
Eigenwillig eilen Träume
Immer auf dem Pfad des Glücks.
Wirklichkeit nicht länger säume
Bring´ mir meinen Traum zurück!
Wirklichkeit kann ihn nicht jagen
Träume holt man niemals ein,
Heut´ nicht und an andren Tagen,
Wirklichkeit bleibt mir allein. -
Alter
Die Freude hat sich davongeschlichen,
das Licht hat sie mitgenommen.
Dunkelheit macht sich breit
und schluckt alle Farbe. -
Wiedersehen
Mit tausend Küssen bedecke ich
Dein Haar und deinen Mund.
Laß´ mich in Deine Augen sehen,
Freude meines Herzens!
Du bist zurückgekehrt
nach langer Reise.
Ich liebe Dich noch immer,
Deine weiche Hand und Deiner Stimme Klang.
Seligkeit trägt mich durch den Tag.
Ich fliege von Blüte zu Blüte.
Doch Du bist von allen die schönste.
Du gehörst mir. -
Einschlafen
Die Nacht atmet still,
die Gedanken schweifen umher,
kehren zurück,
beladen mit Erinnerungen.
Sie schauen mich an
und versinken,
ziehen mich mit
ins Vergessen. -
Frühlingswünsche
Vöglein auf dem Gartenzaun
Komm´ nur her, du kannst vertrau´n.
Vöglein komm´ doch schnell zu mir
Meine Freundschaft schenk´ ich dir!
Setz´ dich nah und laß´ mich seh´n
Deine Flügel, die so schön.
Könnt´ ich fliegen mit dir fort,
Schau´ in jenen Garten dort,
Wo es immer Frühling ist
Und die Sonne alle küßt.
Überall steh´n Blütenbäume
Niemals enden deine Träume. -
Frühling
Erwartung sprießt überall,
das Leben lockt.
Vogelstimmen musizieren,
im jungen Grün spielt der Wind.
Frau Sonne die Schmeichlerin
liebkost Knospen.
Veilchenduft zittert
über Wiesen und Busch.
Am Himmel weiden
weiße Wolkenlämmer,
schauen herab
auf meinen einsamen Weg. -
Kalte Nächte
Blümlein im Schnee
Wie tut es so weh.
Kälte und Eis
Decken es weiß.
Frühling schon ruft:
Komm´ aus der Gruft,
Blümlein so arm
Die Sonne ist warm.
Blümlein sich reckt
Vom Lichte geweckt.
Der Morgen glüht rot,
Das Blümlein ist tot.