Kategorie: Gedichte

  • Früher Herbst

    Astern streuen leise Trauer
    In des Sommers heißes Glück,
    Kleiden sich in bunten Farben,
    Doch die Zeit kehrt nicht zurück

    Wenn die Nebelschleier fallen,
    Kalt vergessen niedersinkt,
    Stirbt der Sommer mit den Blüten,
    Herbst in meinen Garten dringt.
  • Dunkle Tage

    Trauer trag´ ich
    Mein Herz sagt nicht
    Ich liebe dich.

    Trauer trag´ ich
    Mein Herz fragt mich
    Wo ist das Glück.

    Trauer trag´ ich
    Mein Herz beklagt sich
    Die Zeit ist vorbei.
  • Verlorener Sommer

    Der Sommer kam nicht,
    es folgte der Herbst dem Frühling.
    Die Rosen waren zerzaust,
    die Sonnenblumen ließen ihre Köpfe hängen.

    Der Apfelbaum hatte keine Zeit
    seine Früchte reifen zu lassen und
    die Nacht streute bereits
    Reif ins grüne Gras.

    Nur der Wind mühte sich
    die Ordnung herzustellen.
    Aber auch er war machtlos.
    Die Sonne ließ sich nicht blicken.

    Unbeirrt sang die Amsel
    ihr Lied im Regen.
    Mein Herz erschrak und
    ich fror entsetzlich.
  • Zuschauer

    Durchs Tal ein Menschenschwarm sich drängt,
    Musik voraus, das Fahnentuch geschwenkt
    Und bunte Luftballone schweben.
    Ein tolles Fest ist doch das Leben!

    Umschlungen eng, die Paare singen
    Das Fest soll ihnen Freude bringen.
    Nur immer den Trompeten nach!
    Wohin mit allem Weh und Ach?-

    So sind sie nun vorbeigezogen.
    Die Straße führt in weitem Bogen
    Durch fremdes Land zum blauen Meer.
    Versonnen schau´ ich hinterher.
  • Frühlingswunder

    Im Schatten eines Baumes
    verborgen liegt ein Grab.
    Im Schatten eines Traumes
    senkt ich die Lieb´ hinab.

    Ein Röslein sprießt, o Wunder,
    auf grünem Rasen dort
    und Vöglein singen munter,
    die Liebe dauert fort.
  • Immer wieder Frühling

    Blendend strahlt das Sonnenlicht
    Mein Garten atmet Grün und lächelt.
    Tausend bunte Schmetterlinge
    warf der junge Frühling in die Luft.

    Wach´ auf, müdes Herz,
    jauchzt der Amsel Stimme.
    Auf Blütenblättern segeln meine Träume.
    Alles wird neu, alles wird gut.
  • Rose im Glück

    Gebadet in den Perlen des Frühtaus,
    stolz aufgerichtet das Haupt,
    spreizt sie den roten Blätterrock ins Licht.
    Die Sonne küßt die Schöne.
    Träume, süß wie Blütenduft, hüllen sie ein.
    Der Himmel musiziert,
    Schmetterlinge tanzen im Reigen.
    Niemals wird der Sommer enden.
  • Karfreitag

    Wund ward die Liebe
    in den Gezeiten des Lebens.
    Die Rosenträume der Jugend
    zerflattern im Wind.
    Ein rostiger Stachel
    fing das letzte der Blütenblätter auf.
    Durchbohrt blieb es hängen,
    gefangen im Schmerz.
  • Die große Spinne

    Die große Spinne.
    Listig spannt sie ihre Fäden im Rosenstock,
    Lange Arme holen aus zu tödlichem Fang.
    Wissend erzittern die Zweige,
    Tautränen fallen ins Gras.

    Dein Herz trauert,
    alle Freude sinkt in ein graues Meer.
    Da stürzt sie triumphierend herbei
    die große Spinne, die Angst.
  • Krank

    Ob es noch einmal Frühling wird für mich
    Und tausend Knospen öffnen sich?
    Ob mich die Sonne nochmals kost,
    Der Frühlingswind mir fächelt Trost?
    Ob nocheinmal die Freude blüht
    Und ob ein neues Hoffen glüht?
    Der Winter fest im Arm mich hält
    In Eis und Schnee liegt meine Welt