Kategorie: Gedichte

  • Herbstliches Liebeslied

    Der Sehnsucht bunte Sommerbilder
    füllen die Träume des Herbstes.
    Kalt geworden sind der Sonne Strahlen,
    Nebel hat die Freude zugedeckt.
    Langsam fällt Blatt um Blatt
    von den Bäumen, welk und tot
    und meine Augen werden naß,
    Könnte ich dich je vergessen
    Rose des Sommers!
  • Verloren

    Eine Hand voll Glück
    Nicht Gold, nicht Edelstein
    Eine Hand voll Glück
    Ein bißchen Sonnenschein.

    Eine Hand voll Glück
    Du schmiegt´st an meine Schulter dich
    Eine Hand voll Glück
    Du liebtest mich.

    Eine Hand voll Glück
    Ein kleines Lied
    Eine Hand voll Glück
    Erinn´rung die mir blieb.

    Eine Hand voll Glück
    So wenig, doch so viel im Leben
    Eine Hand voll Glück
    In meiner Hand hat es gelegen.
  • Nachklang

    Der letzte Ton ist verklungen,
    Noch lausch´ ich dem Liede, ach.
    Der letzte Ton ward gesungen,
    Nun schau´ ich den Wolken nach.

    Das Lied ist zum Himmel gestiegen,
    Es schweben die Töne im All,
    Die Sterne will ich drum lieben
    In ihrer unendlichen Zahl.
  • Vögleins Tod

    Ein Vöglein saß auf einem Ast
    Und sang so süße Weise
    Gar lange Zeit war es mein Gast
    Nun ging es auf die Reise.

    Ins Paradies es fliegen wollt´
    Die Flügel weit gebreitet,
    Nahm mit sich fort die Lieder hold,
    Von Herzeleid begleitet.
  • Ein Sommertraum

    Wohin tragen mich der Sehnsucht Flügel?
    Ans blaue Wasser, wo die Rosen heimisch sind,
    freundlich ihre Blumengesichter im Nachtwind wiegen,
    wo das Wasser aus Mondschein goldene Brücken baut,
    wo an den Hängen der Buchenwald flüstert,
    wirre Worte von Seufzern und Küssen,
    wo ein Pfad sich windet durchs hohe Gras
    zu deinem Haus.
  • Heißer Sommer

    Heißer Sommer
    In den Feldern lacht der Mohn.
    Überall es leuchtet schon
    Feuerrot sein Blütenkleid,
    Auch an meinen Weg gestreut.

    Die rote Glut zu pflücken
    Möcht´ ich ans Herz dich drücken,
    Das Paradies dir zeigen.
    Der rote Mohn wird schweigen.

    Bald sind des Sommers Farben blaß,
    Tot ist der Mohn und tot das Gras.
    Mein Weg ins Nichts zu führen scheint,
    Die Liebe ihre Tränen weint.
  • Schlaflos

    Vorm Fenster schleicht die Nacht,
    Ein Untier, das mir Ängste macht.
    Riesengroß sich Dunkel ballt,
    "Wach auf", es in die Stille schallt.

    Mein Herz sich durch die Stunden quält,
    Verstört die Uhrenschläge zählt.
    Wird es denn niemals wieder hell?
    Im Innern pocht es rasend schnell.

    Wo ist die Freude, Zuversicht?
    Oh käm´ sie wieder mit dem Licht.
    Das Warten hält mich, ganz allein,
    Auf diesen wundervollen Schein.
  • Wenn der Kuckuck ruft

    Junger Morgen, güner Wald.
    "Kuckuck" ruft es immer wieder.
    Nach des Winters grauer Stille
    tönt es wie ein Jubelschrei.

    Helle Freude er verkündet,
    überall der Frühling blüht,
    neues Leben, neue Rosen,
    neue Hoffnung uns beseelt.
  • Schmetterling

    Flieg´ bunter Schmetterling,
    Flieg´ in den Mai,
    Der streut tausend Blüten,
    Auch Veilchen dabei.

    Flieg´ bunter Schmetterling,
    Fliege dahin,
    Tanz´ fröhlich dich schwingend
    Im Maiengrün.

    Flieg´ bunter Schmetterling,
    Dein Kleid seh´ ich dort
    Ein Farbfleck am Waldrand-
    Ach, jetzt ist er fort!
  • Zeit

    Warum nur fallen schon
    die Blätter,
    wo mein Herz noch durch
    den Sommer irrt
    Spöttisch schaut das Datum am Kalender.
    Die Zeit trägt jeden Traum
    ins Nichts
    und schweigend schluckt sie
    Tag um Tag.