In der Sonne
blühend
liegt die Jugend.
Welkt sie dahin,
dann fällt der Regen,
bis der Frost
den starren Winter
kündet.
Autor: mholschuh
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Lebenszeiten
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Das Vöglein
Schaukelnd
im jungen Grün,
so sah ich
das Vöglein,
ein Wölkchen
Freude,
federleicht
und bunt,
zwitschernd
und trillernd
ein lebendiges Lied. -
Kinderlied – Das Vogelnest
Gib acht Mutter Meise,
Die Katze schleicht leise!
Die Kleinen im Nest
Sie schlafen so fest.
Gib acht Mutter Meise
Der Bussard zieht Kreise!
Es naht sich Gefahr
Der Kinderlein Schar.
Im wärmenden Flaum
Sie merken es kaum
Zwei Flügel sie decken
Kein Feind soll sie schrecken.
Es wiegen die Bäume
Die Vöglein in Träume
Die Blätter sanft klingen
Ein Schlummerlied singen. -
Rose rot
Rose rot, noch sanft verschlossen
Hat der Liebe Tau begossen.
Wenn die Sommerwinde schmeicheln
Freundlich übers Haar mir streicheln
Wünscht mein Herz, Du schönes Kind,
Öffne Deinen Kelch geschwind,
Schließ' Deine Blätter über mir,
Laß mich ruhen so bei Dir.
Duft und Freude sich verschlingen,
Meinen Ängsten Ruhe bringen.
Morgentau und Tränen heiß
Ich im gleichen Kelche weiß. -
Abendmusik
Der Abend
lauscht
dem Sang
der Drossel.
Von hohem Wipfel
tönt ihr Jubilate
bis sich Tag und Nacht
umarmen.
Ihr Liebesruf
hallt lange noch,
trägt mich fort
ins Paradies. -
Am Wege
Rosen am Wege
den Müden erfreuen,
beflügeln des Wanderers Schritt.
Rosen am Wege
Hoffnung erwecken,
leuchtend auf steinigem Pfad.
Rosen am Wege
Glück mir verheißen,
goldene Tore sich öffnen. -
Begegnung
Der Abschied
hielt mich
schon umfangen
als mich
das Licht
aus Deinen
Augen traf.
Des Tages Abend
sah mein
schmerzliches
Verlangen
und weinend
fand ich
keinen Schlaf -
Stille Stunde
Wie Regentropfen auf das
ausgedörrte Land,
so fallen Töne nieder,
von meinem Innern aufgesogen.
Da sprießen überall Blumen.
Es wächst ein Baum des Friedens.
In seinem Schatten
kann ich ruhen. -
Verloren
Des Sommers Glück
Es liegt gestorben
Wie dürres Laub
Vom Frost verdorben.
In Wind und Regen
ächzen die Bäume,
Verloren der Sommer
Gestorben die Träume. -
Tod
Es ist ein Schnee gefallen
Wohl in der Maienzeit.
Bedecket alle Freude.
Ich geh' im Trauerkleid.
Es ist ein Schnee gefallen
In junge Blüten schön.
Ich muß den Abschied leiden,
Das Auseinandergehn.