Die Angst hält mich im Würgegriff
Das Herz droht zu ersticken.
Es geht zu Bruch mein Lebensschiff
Die Qual will mich erdrücken.
Es steht kein Leuchtturm weit und breit
Kein Stern im Meer den Weg mir zeigt.
In meiner übergroßen Not
Schrei` ich nach einem Rettungsboot!
Kategorie: Gedichte
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SOS
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Herbstbeginn
Der Herbst begehrt
Einlaß
Schon rüttelt
Er stürmisch
An Tür und Tor.
Ein Meer
Von Regen
Schüttet er aus,
Kälte kriecht
Empor.
Grau und verhangen
Die Tage
In der Zukunft
Liegen
Und Dunkelheit
Gespenstisch wächst. -
Warnung
Einsamer Baum
Vom Wetter
Geschüttelt und gebogen.
Deine Wurzeln
Krallen sich
Im Boden fest.
Sei auf der Hut,
Sturm lauert
Im Hinterhalt. -
Liebestod
Der Morgen sah die Rose weinen,
Ein Falter küßt` die Tränen fort.
Bald wird die Sonne wieder scheinen,
Die Rose aber sprach kein Wort.
Als kalter Stahl sie abgeschnitten,
Da strahlt` sie auf in tiefstem Rot.
Ganz still hat sie den Schmerz erlitten,
Aus deiner Hand nahm sie den Tod. -
Der himmlische Garten
Vergißmeinnicht und Akelei
Schon lange lieben wir uns zwei.
Tulpen und Reseden
Sollst nimmer davon reden.
Margarit` und Flieder,
Komm` doch zu mir wieder!
Rittersporn, Maßliebchen
Lächle mit den Grübchen.
Apfeldorn ist feuerrot,
Ich öffne dir die Pforte dort.
Azalee und Wicken
Dir viel Grüße schicken,
Wasserlilie, Sonnenhut
Flüstern leis, ich bin dir gut.
Nelken, Anemonen
Ich will dich reich belohnen.
Dahlie und roter Mohn,
Ich höre deine Stimme schon.
Blühend Gras und Schilf am Teich,
Ich umarme dich sogleich.
Rosen und Levkojen
Ewig wir uns freuen. -
Herbstspaziergang
Schweigend
stapfen wir den Weg entlang,
horchend
auf der Vögel Sang.
Überschüttet
von der Bäume Blätter,
losgelöst
in Herbstes Wetter.
Fröstelnd
streben wir voran.
Leise
Deine Hand ich nahm.
Wärmen
wird sie mir das Herz.
Friedvoll
zieh`n wir gipfelwärts. -
Verlassen
Die Türe fiel ins Schloß
Mein Herz empfängt den Stoß.
Ich bin allein, das Haus ist leer,
Ich höre keine Stimme mehr.
Ich möchte nicht erwachen
Aus Träumen in der Nacht,
Ich möchte nicht mehr denken,
Was mir der Tag gebracht.
Ans Fenster klopft der Regen,
Jetzt ist der Sommer aus,
Bald werden Stürme fegen
um das verlass`ne Haus.
Musik & Gesang: KI-generiert (Suno) · Text: Maria Holschuh, CC BY 4.0. -
Klage
Der Himmel hat keine Engel
Die auf uns herniedersehen.
Der Himmel hat keine Engel
Wie sollen den Tag wir bestehen?
Der Himmel hat keine Engel,
Die herab sich beugen zur Nacht.
Der Himmel hat keine Engel,
Wenn trostlos die Seele noch wacht.
Der Himmel hat keine Engel,
Die auf Händen tragen mich fort.
Der Himmel hat keine Engel.
Der Glaube verlor dieses Wort. -
Sommerlaub
Wie ein großer Schmetterling
Treibt umher ein rotes Ding.
Genau geseh`n, es ist ein Blatt,
Das sich losgerissen hat.
Alle segeln sie umher,
Nacheinander, immer mehr,
Bis der Baum steht nackt und leer,
Flehend hält die Äste er.
Verloren ist des Sommers Kleid,
Grün und duftig, schön und weit.
Auch Jugendanmut welkt und fällt
Wie Sommerlaub, das niemand hält. -
Schatten
Leb` wohl schönes Licht,
Du grüne Welt!
Wenn das Glück zerbricht
Der düstre Schatten fällt.
Wo seid ihr Blüten
Bunt und froh?
Im Dunkel sie ermüden
Sie trauern ebenso.
Schwarzer Schatten
Geh` vorbei
Zu neuen Taten
Gib den Blick mir frei!