Ein frischer Strauß aus Heckenrosen,
wenn die Frühlingssonne lacht,
ist ein freundliches Liebkosen,
das Du mir ins Haus gebracht.
Wie ein Brautkranz lassen flechten
Blüten rosa sich und weiß
und am Tage, wie in Nächten,
Deinen Schritt ersehn' ich heiß.
Autor: mholschuh
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Heckenrosen
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Augustabend
Ihr Nachtgebet
die Grillen innig geigen.
Der laue Wind spielt
zärtlich in den Zweigen.
Der Himmel spannt
sein weites Firmament.
Unendlich fern ein
Sternlein brennt.
Die Vögel gingen schon
zur Ruh!
Auch ich schließ nur
die Augen zu.
Der Tag war heiß, die Nacht
bringt Labe,
den Frieden, eine
Gottesgabe. -
An eine Rose
In der Knospe schon beschlossen,
Schönheit drüber ausgegossen,
Blühst du mir im Sonnenlicht.
Samt'ne Blätter zierlich spreizest,
Blutig rot, mit Duft nicht geizest,
Strahlend hebst dein Angesicht.
Sanft vom Sommerwind gewiegt,
Deine Anmut mich besiegt,
Sehnsucht aus der Seele bricht. -
Sommerglück
Es tanzt ein bunter Schmetterling
Über meinem Garten.
Deine beiden Flügel schwing',
Kannst nicht länger warten!
Deine rote Rose blüht.
Laß dich bei ihr nieder!
Wenn der Abendhimmel glüht,
Küß' sie immer wieder. -
Waldspaziergang
Herzensfreude, Zuversicht
Blüh'n mir heut' im Sonnenlicht.
Stille Wege mißt mein Fuß
Gräser neigen sich zum Gruß.
Grüne Bäume Schatten malen
In die goldnen Sonnenstrahlen.
Hecken meinen Pfad nun säumen
Blütenzweige daran träumen.
Vögel zwitschern Lied um Lied
Und die Seele singet mit.
Neuen Mut im Wandertakt
Hat mein altes Ich gepackt. -
Herz-Rose
Im feuerroten Kleide
bist eine Augenweide
Herz-rose, frisch und jung.
Dein Duft spricht mir von Liebe,
daß es doch ewig bliebe
so freundlich um und um.
Oh Rose, Deiner Treue
ich mich auf immer freue,
die Klage bleibet stumm. -
Der bunte Fleck
Im Alltagsgrau ein bunter Fleck
Wischt all die düst'ren Sorgen weg,
Ein bißchen Gelb gemischt mit Grün
Läßt wieder Freude in mir blühn.
Der bunte Fleck hüpft durch den Tag,
Bald hier bald da, so wie er mag.
Am Ende bin ich glücklich viel
Und dankbar für das Farbenspiel. -
Herbstgedanken
Die Sonnenblume neigt sich schwer,
Zur Reife ist's nicht lange mehr.
Die Bäume tragen Erntelast
Es brechen ihre Äste fast.
Auch meine Träume wiegen schwer,
Der Herbst mir eine Mahnung wär'.
Des Lebens Früchte sind gereift
Oh Mensch, wie du dem Baume gleichst! -
Luftschloß
Mit einem weißen
Wolkenschiff
fuhr ich über den
Ozean des Himmels.
Ein guter Wind
blies das Segel auf
und trieb mich
zum Sonnenland.
Dort fand ich
den Palast des Glücks,
doch mir fehlte
der goldene Schlüssel. -
Nacht
Ein dunkler Tunnel
ist die Nacht.
Wer weiß schon,
ob er den Tag wiedersieht,
wenn er die Abendröte
hinter sich läßt.