Astern streuen leise Trauer
In des Sommers heißes Glück,
Kleiden sich in bunten Farben,
Doch die Zeit kehrt nicht zurück
Wenn die Nebelschleier fallen,
Kalt vergessen niedersinkt,
Stirbt der Sommer mit den Blüten,
Herbst in meinen Garten dringt.
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Früher Herbst
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Dunkle Tage
Trauer trag´ ich
Mein Herz sagt nicht
Ich liebe dich.
Trauer trag´ ich
Mein Herz fragt mich
Wo ist das Glück.
Trauer trag´ ich
Mein Herz beklagt sich
Die Zeit ist vorbei. -
Verlorener Sommer
Der Sommer kam nicht,
es folgte der Herbst dem Frühling.
Die Rosen waren zerzaust,
die Sonnenblumen ließen ihre Köpfe hängen.
Der Apfelbaum hatte keine Zeit
seine Früchte reifen zu lassen und
die Nacht streute bereits
Reif ins grüne Gras.
Nur der Wind mühte sich
die Ordnung herzustellen.
Aber auch er war machtlos.
Die Sonne ließ sich nicht blicken.
Unbeirrt sang die Amsel
ihr Lied im Regen.
Mein Herz erschrak und
ich fror entsetzlich. -
Zuschauer
Durchs Tal ein Menschenschwarm sich drängt,
Musik voraus, das Fahnentuch geschwenkt
Und bunte Luftballone schweben.
Ein tolles Fest ist doch das Leben!
Umschlungen eng, die Paare singen
Das Fest soll ihnen Freude bringen.
Nur immer den Trompeten nach!
Wohin mit allem Weh und Ach?-
So sind sie nun vorbeigezogen.
Die Straße führt in weitem Bogen
Durch fremdes Land zum blauen Meer.
Versonnen schau´ ich hinterher. -
Frühlingswunder
Im Schatten eines Baumes
verborgen liegt ein Grab.
Im Schatten eines Traumes
senkt ich die Lieb´ hinab.
Ein Röslein sprießt, o Wunder,
auf grünem Rasen dort
und Vöglein singen munter,
die Liebe dauert fort. -
Immer wieder Frühling
Blendend strahlt das Sonnenlicht
Mein Garten atmet Grün und lächelt.
Tausend bunte Schmetterlinge
warf der junge Frühling in die Luft.
Wach´ auf, müdes Herz,
jauchzt der Amsel Stimme.
Auf Blütenblättern segeln meine Träume.
Alles wird neu, alles wird gut. -
Rose im Glück
Gebadet in den Perlen des Frühtaus,
stolz aufgerichtet das Haupt,
spreizt sie den roten Blätterrock ins Licht.
Die Sonne küßt die Schöne.
Träume, süß wie Blütenduft, hüllen sie ein.
Der Himmel musiziert,
Schmetterlinge tanzen im Reigen.
Niemals wird der Sommer enden. -
Karfreitag
Wund ward die Liebe
in den Gezeiten des Lebens.
Die Rosenträume der Jugend
zerflattern im Wind.
Ein rostiger Stachel
fing das letzte der Blütenblätter auf.
Durchbohrt blieb es hängen,
gefangen im Schmerz. -
Die große Spinne
Die große Spinne.
Listig spannt sie ihre Fäden im Rosenstock,
Lange Arme holen aus zu tödlichem Fang.
Wissend erzittern die Zweige,
Tautränen fallen ins Gras.
Dein Herz trauert,
alle Freude sinkt in ein graues Meer.
Da stürzt sie triumphierend herbei
die große Spinne, die Angst. -
Krank
Ob es noch einmal Frühling wird für mich
Und tausend Knospen öffnen sich?
Ob mich die Sonne nochmals kost,
Der Frühlingswind mir fächelt Trost?
Ob nocheinmal die Freude blüht
Und ob ein neues Hoffen glüht?
Der Winter fest im Arm mich hält
In Eis und Schnee liegt meine Welt