Tief gebeugt,
Das Haar
In Strähnen
Herabhängend,
Kniet
Die Trauerweide
Am See.
Sie zählt
Die Tränen,
Geweint
Von Menschen
In kummervollen
Nächten.
Der Wind
Streicht tröstend
Darüber hin
Und das Wasser
Murmelt
Unverständliche
Gebete.
-
Trauerweide
-
Blätter
Losgerissen
Vom Baum des Lebens
Fallen wir
Wie Blätter im Wind,
Kehren zurück
Zur Erde
Um in Stille
Zu vergeh`n.
Und die Schritte
Der Lebenden
Gehen achtlos
Darüber hin. -
Altern
Die Mauer wächst
Und ich bin eingeschlossen.
Noch schmückt
Ein Fliederbaum den Stein.
Rankende Rosen
Verfangen sich in meinem Kleid.
Meine Augen aber
Suchen das Himmelsblau. -
Ausgeschlossen
Helle Fenster
Im Dunkel,
Warm und festlich
Sehnsucht
greift
nach mir.
Das Herz
Sucht
Einlaß
Aber die Tore
Sind alle
verschlossen -
Trübsinn
Die Welt ist wüst
Die Liebe stumm.
Das Wasser fließt
Und kehrt nicht um.
Das Herz wiegt schwer,
Die Hände leer.
Die Uhr bald steht
Die Zeit vergeht. -
Märzschnee
Zugedeckt mit weißem Schleier
Wie zu einer Totenfeier
Hat der Schnee den Frühlingstraum,
Der begonnen hatte kaum.
Braune Knospen sich schon blähten
Blüten nach der Sonne spähten.
Manch` Falter ist just aufgewacht.
Taumelnd seine Flüge macht.
Des Frühlings Einzug stand bevor.
Nun droht der Winter an dem Tor.
Des Herzens Freude ist erstickt.
Der Schnee hat alles nun erdrückt. -
Glück
Ich kann den Duft der Rosen seh`n,
Ganz dunkelrot im Licht sie stehen.
Mein Herz klopft schnell,
Ich juble hell.
Bis in die Wolken schallt es droben.
Geschmückt mit einem Regenbogen.
Der Himmel tanzt und lacht.
Die Liebe ist erwacht -
Glück
Ich kann den Duft der Rosen seh`n,
Ganz dunkelrot im Licht sie stehen.
Mein Herz klopft schnell,
Ich juble hell.
Bis in die Wolken schallt es droben.
Geschmückt mit einem Regenbogen.
Der Himmel tanzt und lacht.
Die Liebe ist erwacht -
Ohne Titel
Immer, wenn die Blätter fallen
Bin ich traurig.
Der Wind entreißt sie den Bäumen,
Wirbelt sie über die Erde.
So werden auch uns die Jahre
Entrissen und in die
Vergangenheit gestreut,
Wo sie verblassen. -
Träume
Sämtliche Schiffe
Sind ausgelaufen,
Kaum noch zu sehen.
Meine Lieben
Suche ich des Nachts
Im Traum.
Am Morgen
Bin ich verwirrt.
Keine Lieben, keine Schiffe!
Nebel überall,
Die Augen blind
Vor Tränen.