Frühling schwingt den Zauberstab
Überall, landauf, landab
Streut er Blüten ohne Zahl
Auf die Bäume grau und kahl.
Aus der Erde sprießt es grün
Unterm Busch schon Veilchen blühn.
Auch mein Herz, esjubelt laut
Da es solche Pracht geschaut.
Heimgekehrt der Vögel Zug,
Tausend Lieder mit sich trug,
Singet nun der Sonne Lob,
Frühling seinen Stab erhob.
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Frühlingszauber
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Winter
Kalt und ohne Farbe
liegt das Land.
Im Schnee nur meine Spur
sich windet.
Die müde Sonne kann das Eis
nicht brechen.
Erstarrt hält ein der Bach im
wilden Lauf.
Verstummt ist auch der Vögel
frohe Melodie.
Verschüttet warten meine
eignen Lieder. -
Warten
Die Stille weint.
Der Tag hat leere Hände.
Entglitten ist das Glück.
Wenn ich doch Ruhe fände!
Die Zeit verrinnt
Der Himmel schweigt.
Verhüllt hat sich der Mond
Kein tröstend Licht er zeigt.
Die Kraft erlahmt
Des Lebens Rad steht still
Vergebens wart'ich
Ob eine Tür sich öffnen will. -
Dauerregen
Der Himmel birgt sein Angesicht
Zeigt seine blauen Augen nicht.
Ein düstrer Schleier hüllt ihn ein.
Kommt niemals wieder Sonnenschein?
Die Bäume stehen naß und fahl,
Viel Wasser führt der Bach im Tal.
Und immerzu der Regen rinnt.
All meine Hoffnung mit sich nimmt. -
Der Tod des Baumes
Herausgerissen die Wurzel,
zerschnitten der Stamm,
so liegst Du nun
am Straßenrand.
Die Vögel sind
entsetzt geflohen.
100 Jahre und mehr
hast Du froh
das Tal geschmückt
mit Blüten
und rauschenden
Blättern.
Einfach umgestoßen
hat man Dich,
ohne Erbarmen und Dank
für Dein langes
und fruchtbares
Leben.
Deine Äste,
schmerzverschränkt,
starren in den Himmel.
Ein Regen allein
beweint Dich,
fast lautlos. -
Der Käfigvogel
Mein schönstes Liedlein
sing ich nur für Dich.
Es leuchtet Freude
in der dunklen Stube.
Nur eines bitt' ich,
lieb auch mich. -
Zuneigung
Mein ganzes Streben sich verbindet
mit einem Lächeln nur, von Dir
und meine Wünsche liebend kreisen
wie Flügelschlagen für und für. -
Sonnentage
Der Herbst streut seine
letzten Sonnentage,
die kostbar sind wie Diamant.
Ich möchte seine Lichter fassen
und nicht mehr geben aus der Hand. -
Abendbitte
In Deine Hand geschmiegt
will ich den Tag beenden,
wenn's stille wird,
das Licht verfliegt.
Nur Deine Sterne
können wenden
die Not der Nacht,
die vor mir liegt. -
Der Tannenbaum
Der Baum
ist gestürzt,
ein Bild
des Lebens.
Stark und schön
anzusehen
und doch so
leicht verwundbar.
Die Säge
fraß gierig
und stahl ihm
alle Kraft.